Hände weg von Fälschungen! – auch in den Ferien!


03.07.2014

Genève Aéroport ist Partner der in diesem Sommer von STOP PIRACY durchgeführten Sensibilisierungskampagne. Sie soll Reisende auf die Risiken und Gefahren in Zusammenhang mit gefälschten Produkten aufmerksam machen. Vom 4. bis 13. Juli 2014 betreibt STOP PIRACY am Flughafen einen Informationsstand über Fälschung und Piraterie.

Um Reisende auf die Thematik von Fälschung und Piraterie zu sensibilisieren, betreibt der Verein STOP PIRACY gemeinsam mit der Zollstelle Genf-Flughafen vom 4. – 13. Juli einen Informationsstand unter dem Motto „Hände weg von Fälschungen!“ und informiert über Risiken und Hintergründe von Fälschung und Piraterie. Der Informationsstand befindet sich im ersten Stock des Flughafens Genf neben dem Restaurant „Le Prêt-à-Manger“ (im öffentlichen Bereich vor dem Sicherheitscheck) und ist täglich von 09:00 bis 19:00 Uhr besetzt.

Von A wie Autoreifen bis Z wie Zahnbürsten wird heute nahezu alles gefälscht und kopiert, was einen guten Namen hat. STOP PIRACY zeigt mit einer grossen Vitrine mit Fälschungsexponaten eindrücklich auf, wie gross die Bandbreite ist: Mobiltelefone, T-Shirts, Handtaschen, Medikamente, Software, CDs, Ersatzteile etc.

Der Import von Fälschungen in die Schweiz ist verboten. Der Zoll kann gefälschte Waren einziehen und vernichten, auch wenn es sich „nur“ um ein kleines Souvenir zum Privatgebrauch handelt. Der vermeintlich harmlose Schnäppchenkauf in den Ferien ist kein Kavaliersdelikt.

Gemäss der jüngsten Statistik der Oberzolldirektion haben Zollstellen in der Schweiz im vergangenen Jahr 5500 Mal gefälschte Waren zurückbehalten. Im Handelswarenverkehr stammten 75% der beanstandeten Sendungen aus China, während der Türkei beim Reiseverkehr die zweifelhafte Ehre der Nr. 1 zukommt.

Gründe, warum Schweizerinnen und Schweizer auch in den Ferien besser auf Fälschungen verzichten, gibt es genug: Fälscherbanden sind Teil des organisierten Verbrechens. Qualität und Arbeitsbedingungen sind ihnen ebenso egal wie Sicherheitsvorschriften oder Gesundheitsaspekte. Wer Fälschungen kauft, unterstützt Gruppierungen, die weder Steuern noch Sozialabgaben bezahlen und sich unfair verhalten.

Angesichts der Milliardenumsätze im globalen Handel mit Fälschungen sind intensive grenzüberschreitende Anstrengungen nötig, um diese Industrie umfassend verstehen und bekämpfen zu können. Das UN Office on Drugs and Crime (UNODC) veröffentlichte Anfang Jahr im Rahmen einer neuen weltweiten Kampagne einen umfangreichen Bericht zum Thema Fälschung und Piraterie. Der Bericht zeigt deutlich, dass dieses Geschäft mittlerweile von berüchtigten kriminellen Organisationen wie der Camorra, der Yakuza oder den chinesischen Triaden kontrolliert wird. Sie profitieren dabei von ihren Erfahrungen aus anderen kriminellen Aktivitäten wie bspw. dem Drogenschmuggel oder dem Menschenhandel. Dies bestätigt auch Europol.

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STOP PIRACY ist die Schweizer Plattform gegen Fälschung und Piraterie. Der gemeinnützige Verein leistet Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit bei den Konsumenten und macht sich stark in der Zusammenarbeit zwischen den Behörden und der Wirtschaft. STOP PIRACY ist aufgrund seiner Mitgliederstruktur politisch neutral und kann bei der Rechtsdurchsetzung im Einzelfall nicht Partei ergreifen. STOP PIRACY positioniert sich in der Öffentlichkeit mit Fakten und klärt aktiv über Fälschung und Piraterie auf.

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Verein STOP PIRACY: www.stop-piracy.ch

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