Renovation und Neugestaltung der Flughafenrestaurants und -bars


11.10.2007

Logo LES GALERIESDer Internationale Flughafen Genf (GVA) nimmt die ambitiöse Renovation sämtlicher Flughafenrestaurants und -bars in Angriff und plant die Eröffnung neuer Lokale im Rahmen des bereits im Ausbau befindlichen Passagierterminals. Um den Erwartungen der Flugreisenden sowie der Besucher des Flughafens besser zu entsprechen und mit seinem Gastronomieangebot wieder in die Spitzengruppe der Flughäfen vorzustossen, setzt der GVA auf Talente aus Genf und der gesamten Westschweiz sowie auf grosse internationale Markennamen.

Zu den Neuheiten zählen eine grosse Premiere, die Eröffnung eines "Montreux Jazz Café" in Zusammenarbeit mit Claude Nobs, die Präsenz des grossen Küchenchefs Gilles Dupont vom Lion d'Or in Cologny, weltweit bekannte Franchise-Unternehmen – Starbucks Coffee, Burger King und Caviar House – sowie die Einführung des Konzepts "food court", das eine breite Palette von Restaurationsmöglichkeiten bietet.

Der internationale Flughafen Genf hatte im Februar 2007 beim ordentlichen Ablauf der Konzessionsverträge eine Ausschreibung für den Betrieb verschiedener Bars und Restaurants durchgeführt – einerseits für Lokale im Hauptterminal des heutigen Flughafens, andererseits für mehrere neu geplante Lokale in der zurzeit realisierten Erweiterung des Flughafens sowie im neuen Restaurantkomplex. Mit in dieses Verfahren einbezogen war auch das Gastronomieangebot in der Einkaufsgalerie des SBB-Bahnhofs Genf-Flughafen, das ebenfalls vom GVA für Rechnung der SBB betrieben wird.

Die neuen Konzessionen wurden auf Grundlage technischer, operativer und kommerzieller Zwänge des GVA in vier Lose unterteilt. Das den Kandidaten ausgehändigte Pflichtenheft war auf die sich wandelnde Nachfrage der Fluggäste und Besucher ausgerichtet – so wie sie aus den Untersuchungen hervorgeht, die vom GVA regelmässig durchgeführt werden.
Die Offerten wurden auf Grundlage eines im Pflichtenheft enthaltenen Bewertungsschemas analysiert, und die Kandidaten hatten Gelegenheit, ihr Projekt anlässlich einer Präsentation zu verteidigen.

Die eingereichten Offerten erwiesen sich als äusserst konkurrenzfähig und von hoher Qualität und widerspiegeln die Attraktivität des GVA für die Betreiber; die ausgewählten Projekte werden sowohl in den öffentlichen Bereichen als auch im Transitbereich neuen Wind in das Dienstleistungsangebot bringen.

Ein erstes Los ging an den historischen Restaurantbetreiber am Flughafen, Canonica SA, und umfasst sämtliche Bars der Wartesäle, einschliesslich im französischen Sektor, sowie eine Bar in der Ankunftshalle; alle diese Lokale sollen vollständig renoviert und nach dynamischeren Konzepten neu gestaltet werden. Im Weiteren wird Canonica ein neues Restaurant, das "Chalet suisse", betreiben; das Projekt beruht auf einer originellen Idee, die Tradition und Moderne sowohl auf architektonischer als auch gastronomischer Ebene vereint. Canonica SA wird ebenfalls seine Chocolaterie sowie sein Catering-Geschäft für Fluggesellschaften beibehalten, die nicht Teil dieser Ausschreibung waren.

Zwei Lose gingen an SSP Suisse (Select Service Partner), eine internationale Gesellschaft, die sich auf Verkehrsgastronomie spezialisiert hat und bereits in der Schweiz – und namentlich in Genf – präsent ist.

SSP Suisse hat die Konzession für den neuen Restaurantkomplex erhalten, der auf dem Dach des heutigen Gebäudes stehen wird und eine unverbaubare Sicht auf die Piste und den Jura bietet; ein Stern der Genfer Gastronomie, Chefkoch Gilles Dupont vom Lion d'Or in Cologny, wird dieses neue Restaurant leiten und dabei sein ganzes Talent in den Restaurantbetrieb einfliessen lassen. Dieses Los umfasst ebenfalls eine neue Restaurantzone im Transitbereich, wo im Rahmen eines "food court" eine ganze Palette von Restaurationsmöglichkeiten geboten wird, sowie eine Seafood Bar unter dem Namen Caviar House.

SSP wurde zudem ein zweites Los für den Betrieb der neuen Restaurationszone in der Erweiterung des Hauptterminals zugeteilt. Dort werden internationale Namen wie Burger King oder Starbucks zu finden sein, aber auch ein breites Angebot an Themenküchen (asiatische Küche, Grill, Diätküche usw.).

In der Ankunftshalle wird SSP ebenfalls – als grosse Première – ein "Montreux Jazz Café" betreiben, das zusammen mit dem weltbekannten Claude Nobs realisiert wurde.

Das vierte Los wurde BISA SA zugeteilt, einem bedeutenden Genfer Unternehmen, das in Genf und Umgebung sehr aktiv ist und den Betrieb der Restaurants, Pizzerias und Snacks im SBB-Bahnhof Genf-Flughafen weiterführen wird. Auch diese Lokale werden vollständig erneuert; zudem wird ein neues Sandwich-Konzept eingeführt und ein Grillrestaurant eröffnet.
Für die Genfer Wirtschaft ist dieses ambitiöse Programm eine gute Nachricht. Es räumt den lokalen Restaurationsbetreibern viel Platz ein und verschafft zahlreichen Lieferanten und Subunternehmern der Region Arbeit. Im Weiteren wird das Personal der betroffenen Restaurants und Bars wie bei jedem Konzessionärswechsel (in diesem Fall nur partiell) vom neuen Betreiber übernommen. Die Konzessionäre des GVA sind zudem verpflichtet, die geltenden Gesamtarbeitsverträge anzuwenden. Es ist auch nicht abwegig, davon auszugehen, dass bei der Realisierung der neuen Lokale auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Nach Erteilung der neuen Konzessionen für den Restaurationsbetrieb am Flughafen wird es folglich fünf Betreiber geben: Canonica, SSP Suisse und BISA SA für die oben erwähnten Lose, sowie Gilles Desplanches und Autogrill für bereits bestehende Bars und Sandwicherien. Gestützt auf dieses breite Angebot und eine gesunde Konkurrenz hat sich der GVA bemüht, die besten Rahmenbedingungen für einen bestmöglichen Service zu schaffen, um den Erwartungen und Ansprüchen sämtlicher Flughafenkunden und Besucher zu entsprechen.