Schweizer Landesflughäfen und Schengener Abkommen


27.11.2008

Mit dem Inkrafttreten des Schengener Assoziierungabkommens, dem das Schweizer Volk 2005 zugestimmt hatte, wird es an den Schweizer Landesgrenzen ab kommendem 12. Dezember keine systematischen Personenkontrollen mehr geben. Dieses Abkommen regelt die Personenfreizügigkeit in den 24 Ländern des Schengen-Raums.

Für die Schweiz stellen die Flughäfen die einzigen Schengen-Aussengrenzen dar. Passagiere, die aus Ländern einreisen oder in Länder ausreisen, die nicht zum Schengen-Raum gehören, müssen folglich einer systematischen Personenkontrolle unterzogen werden. Reisende, die sich innerhalb des Schengen-Raums bewegen, werden jedoch nicht kontrolliert. Daher müssen die Passagierströme zwischen Schengen-externen und Schengen-internen Flügen getrennt werden.

Aus praktischen Gründen erfolgt die Trennung der Passagierströme in den Schweizer Flughäfen mit internationalem Flugverkehr aber erst ab 29. März 2009, mit dem Inkrafttreten des Sommerflugplans 2009.

Bis zu diesem Datum müssen die Passagiere folglich mit einer Kontrolle beim Abflug sowie bei der Ankunft rechnen, wie dies bis anhin bei allen Flügen der Fall war.
Die Anpassung des GVA an die Schengener Bestimmungen war mit bedeutenden Investitionen in Höhe von 40 Millionen Franken verbunden, die vollumfänglich vom GVA getragen werden.

In diesem Zusammenhang muss darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Schweiz nicht Mitglied der Zollunion der Europäischen Union mit ihrem freien Warenverkehr ist. Die Zollkontrollen in den Flughäfen und an den Landesgrenzen werden folglich bestehen bleiben.

Eindeutig mit zusätzlichem Komfort verbunden ist jedoch die Aufhebung der Kontrollen bei der Ankunft oder beim Abflug für die 60% der Passagiere des GVA, die sich innerhalb des Schengen-Raums bewegen.