GVA und Schengen


26.03.2009

Das Schengen-Abkommen, das in der Schweiz am 12. Dezember 2008 in Kraft getreten ist, gilt ab Sonntag 29. März auch für Flughäfen.
Der Beitritt zu diesem Abkommen, vom Schweizer Volk 2005 per Referendum angenommen, sieht namentlich den Wegfall der systematischen Personenkontrollen an den Binnengrenzen und verstärkte Kontrollen an den Aussengrenzen des Schengen-Raums vor.

Der Internationale Flughafen Genf (GVA) hat seine Infrastrukturen an die neuen Vorschriften angepasst.

Fluggäste mit Reiseziel in einem Schengen-Land mussten von den anderen Reisenden getrennt werden. Entsprechend wurden auch die Standplätze der Maschinen geändert.

Diese Umstellung bedingte Investitionen in Höhe von 30 Millionen Schweizer Franken. Insbesondere musste GVA für Schengen einen neuen modularen Satelliten (Satellit 10) bauen.
Die bisherigen Passkontrollstellen wurden aufgehoben. Dafür wurden an anderen Stellen neue Kontrollposten errichtet.
Die Fusswege der Fluggäste wurden neu geplant und ausgeschildert.

Reisende innerhalb des Schengen-Raums müssen weiterhin einen Personalausweis mit sich führen, doch gibt es für sie weniger Kontrollen.
Für Reisende nach und aus Nicht-Schengen-Ländern bleibt die Passkontrolle bestehen, aber an anderen Orten. Für Inhaber von Schweizer Pässen oder solchen von Ländern der Europäischen Union gibt es eigene Durchgänge.
Für Reisende im Sektor Frankreich entfallen die Kontrollen der Luft- und Grenzpolizei (PAF), doch werden Zollkontrollen weiterhin vorgenommen.

Alle Änderungen wurden im Interesse einer optimalen Annehmlichkeit für die Reisenden durchgeführt.