Änderungen im Grenzverkehr mit Tieren und tierischen Produkten


18.04.2007

Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement EVD Medienmitteilung.

An seiner Sitzung vom 18. April 2007 hat der Bundesrat mehrere Verordnungen zur Ein- und Ausfuhr von Tieren und tierischen Produkten beschlossen. Zudem strebt der Bundesrat den gegenseitigen Abbau der grenztierärztlichen Kontrollen gegenüber der EU an. Der Abbau der Kontrollen wird möglich, da die Schweiz und die EU seit Ende 2006 gleich strenge Tierseuchen- und Lebensmittelbestimmungen im Bilateralen Landwirtschaftsabkommen vereinbart haben.

Die neuen Bestimmungen zur Ein- und Ausfuhr von Tieren und tierischen Produkten erleichtern den Handel mit der EU – mit zwei Dritteln der Schweizer Agrargüterexporte der mit Abstand wichtigste Markt. Die Bestimmungen gegenüber Nicht-EU-Ländern, also bei Importen über Schweizer Flughäfen, werden demgegenüber ab dem 1. Juli 2007 analog den EU-Bestimmungen teilweise verschärft. Dadurch ändern sich die Einfuhrbedingungen für den Handel genauso wie jene für Private. So dürfen Reisende aus Nicht-EU-Ländern ab Juli grundsätzlich keine Lebensmittel wie Fleisch, Milchprodukte, Honig oder Eier in die Schweiz mitnehmen.

Auch für Reisen mit Heimtieren ergeben sich leichte Änderungen. So sind Tollwutimpfungen ab Juli so lange gültig wie von der Herstellerfirma angegeben und damit meist länger als bisher (1 Jahr). Der Bundesrat hat zudem die Verfahren der Artenschutzkontrollen im grenzüberschreitenden Verkehr vereinfacht.

Das geltende Verbot, Klauentiere auf der Strasse durch die Schweiz hindurch zu fahren, bleibt zumindest vorderhand bestehen. War das Verbot ursprünglich wegen Tierseuchengefahr erlassen worden, so ist es heute eine Frage des Tierschutzes. Der Bundesrat hat das Verbot deshalb neu in der Tierschutzverordnung verankert. In den entsprechenden Gesprächen mit der EU setzt sich die Schweiz für eine Beibehaltung des Verbotes ein.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Bundesamtes für Veterinärwesen unter www.bvet.admin.ch bei der entsprechenden Medienmitteilung.