Die Lärmbelastung von Genève Aéroport hat 2019 abgenommen


16.09.2020

Der Bericht zur Lärmbelastung des Flugverkehrs der Bewohner um Genève Aéroport wird heute veröffentlicht. Zwischen 2018 und 2019, das heisst vor der Pandemie, nahm die Fläche der lärmbelasteten Gebiete um 3,4 km² ab und die Zahl der exponierten Bewohner sank um 11,4 %.  Darüber hinaus veröffentlicht Genève Aéroport heute seinen 4. Bericht zur nachhaltigen Entwicklung, zum ersten Mal in digitaler Form. Er deckt den Zeitraum 2018-2019 ab und legt die Verpflichtungen und Ergebnisse der Plattform in den Bereichen Wirtschaft, Soziales und Umwelt, ihre Ergebnisse, ihre Ziele und ihre Vorzeigeprojekte dar. 

Auch wenn die Covid-19-Pandemie tiefgreifende Auswirkungen auf den Flugverkehr hat, so sind die Ergebnisse, die dieser Pandemie vorausgingen, bezeichnend, da sie das Ergebnis einer langfristig angelegten Strategie sind.Genève Aéroport verfolgt seit vielen Jahren eine proaktive und innovative Umweltpolitik im Einklang mit den von den kantonalen und eidgenössischen Behörden festgelegten Zielsetzungen. Zu diesem Zweck setzt er verstärkt auf Initiativen und Grossprojekte. Da er in Stadtnähe liegt, arbeitet er proaktiv an der Begrenzung des Lärmbelastung.

Die Lärmbelastung des Flugverkehrs wird durch Lärmkurven auf einer Karte dargestellt. Ihre Fläche ändert sich je nach dem Ausmass der Lärmbelästigung durch den Flugverkehr im vergangenen Jahr zu verschiedenen Tageszeiten. Im zweiten Jahr in Folge nimmt die Fläche dieser Kurven ab. In der Tat ist die Fläche der lärmbelasteten Gebiete (Grenzwert-Hüllkurve) von 33,3 km² im Jahr 2018 auf 29,9 km² im Jahr 2019 zurückgegangen (ein Rückgang um 3,4 km²).  Auch die Zahl der Einwohner (tatsächliche Bevölkerung), die einem höheren Lärm als vom Gesetz erlaubt ausgesetzt sind, sank von 22'726 im Jahr 2018 auf 20'135 im Jahr 2019 (Rückgang um 11,4 %). 

Rückgang der Flugbewegungen nach 22.00 Uhr

Dieses günstige Ergebnis ist hauptsächlich auf einen allgemeinen Rückgang der Flugbewegungen (-0,6% im Jahr 2019), insbesondere nach 22 Uhr, zurückzuführen. Der ausserhalb dieser Zeiten für die Anwohner besonders störende Fluglärm erhöht die Lärmbelastung der Plattform erheblich. Der Flughafen hat in Zusammenarbeit mit der Flugsicherung Skyguide und den Fluggesellschaften eine Reihe wirksamer Massnahmen ergriffen, um die Anzahl der verspäteten Abflüge zu reduzieren, beispielsweise die Verfügbarkeit von Ersatzflugzeugen oder die Priorisierung verspäteter Flüge. Im Oktober 2019 wurde zudem eine gemeinsame  Erklärung zwischen Genève Aéroport, easyJet und SWISS unterzeichnet, um die Zahl der ungeplanten Starts nach 22 Uhr zu reduzieren. 

Die Ergebnisse sind da: Zwischen 2018 und 2019 sind die Nachtflugbewegungen nach 22 Uhr um 5,2 % zurückgegangen, insbesondere mit einer Senkung der Abflüge um 15,5 %.

Darüber hinaus setzten die Fluggesellschaften 2019 die schrittweise Erneuerung ihrer Flotten mit leiseren Flugzeugen der neuen Generation fort. Infolgedessen stiegen die Flugbewegungen (Linien- und Charterverkehr, nur für Passagiere), die in die Kategorie 5, d. h. die am wenigsten lärmintensiven, eingestuft wurden, von 13,7% im Jahr 2018 auf 18,7% im Jahr 2019.  

Diese ermutigenden Ergebnisse ermöglichen es Genève Aéroport, die zweistufigen Ziele des vom Bundesrat 2018 verabschiedeten Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) zu erreichen. Seine Lärmbelastung entspricht der ab 2019 vorgeschriebenen Deckenkurve. Zudem entwickelt sie sich günstig auf die für 2030 vorgesehene Zielkurve hin, die gemäss dem Abkommen vom 22. Mai 2019 mit dem Kanton Genf eine ehrgeizige Reduzierung der Lärmbelastung durch den Flugverkehr in Genf ermöglichen soll.

Nachhaltigkeitsbericht 2019: Verbesserung der Indikatoren

Genève Aéroport veröffentlicht heute seinen 4. Bericht zur nachhaltigen Entwicklung, zum ersten Mal in digitaler Form. Dieses Dokument zeigt die Leistungen der Plattform in Umweltfragen, aber auch im wirtschaftlichen und sozialen Bereich auf. Die Indikatoren des Unternehmens in diesem Bereich zeigen Fortschritte in fast sämtlichen Bereichen.



Nimmt man alle Energienarten zusammen (Heizung, Kühlung, Elektrizität, Fahrzeugkraftstoffe), so betrug der Anteil der erneuerbaren Energien an Genève Aéroport im Jahr 2019 57%, gegenüber 54% im Jahr 2017. Um noch weiter zu gehen, hat sich der Flughafen verpflichtet, seine gesamte Infrastruktur bis 2025 zu 100% mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Zu diesem Zweck wurden grosse Projekte durchgeführt, wie die Installation von autonomen Wärmepumpen auf dem Rollfeld im Juni 2019. Diese energieeffizienten Wärmepumpen werden eingesetzt, um Flugzeuge vor dem Start zu kühlen oder zu heizen. Der Flughafen hat sich ausserdem zum Ziel gesetzt, seine derzeitige Fläche an Sonnenkollektoren fast zu verfünffachen und will bis 2030 eine Fläche von 55'000 m2 erreichen (gegenüber 13'500 m2 im Jahr 2019) sowie 7,8 GWh/Jahr Strom erzeugen, was dem Jahresverbrauch von 2'500 Genfer Haushalten entspricht. 

In diesem Sinne hat Genève Aéroport 2019 seinen Anschluss an das thermoökologische Netzwerk GeniLac der Genfer Industriewerke SIG unterzeichnet. Ab 2023 wird er nach und nach seine Gebäude mit Seewasser heizen und kühlen können und damit seine CO2-Emissionen um 5.300 Tonnen pro Jahr reduzieren.

Ein verantwortungsbewusster wirtschaftlicher Akteur

Das Konzept der Nachhaltigkeit bezieht sich nicht nur auf die Umwelt. Genève Aéroport ist bestrebt, die Qualität der Dienstleistungen und das Besuchererlebnis zu verbessern, insbesondere durch die Förderung der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Im Jahr 2019 wählten 50,5% der Passagiere nachhaltige Verkehrsmittel, um zum Flughafen zu gelangen, gegenüber 45% im Jahr 2017.  

Genève Aéroport trägt zur Solidität des sozioökonomischen Gefüges der Region bei, indem er direkt oder indirekt einen hochwertigen Service aufrechterhält und zahlreiche Arbeitsplätze schafft.  
Der Flughafen setzt sich für die Förderung der beruflichen Integration ein. Von den 169 im Jahr 2019 ausgeschriebenen Stellen haben 58 von einer Erstausbildung profitiert und 31 Arbeitssuchende wurden eingestellt. Ausserdem werden Arbeitsbedingungen geschaffen, die jeden respektieren, insbesondere durch die Förderung der Diversität innerhalb der Teams. Im Jahr 2019 waren 29,3 % der Beschäftigten des Unternehmens Frauen und 20,8% waren Führungskräfte. Die Schweizer Charta für Vielfalt am Arbeitsplatz wurde im selben Jahr unterzeichnet.

Die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Sicherheit des Betriebs sind für den reibungslosen Betrieb der Flughafenplattform von entscheidender Bedeutung. So sank die Arbeitsunfallrate zwischen 2017 und 2019 von 43 auf 35 pro 1.000 VZÄ.

Seit 2017 wurden Massnahmen zur Weiterentwicklung der Einkaufsfunktion des Unternehmens ergriffen.  Genève Aéroport hat ein neues Ausschreibungsverfahren eingeführt, die rechtlichen Bestimmungen für das öffentliche Beschaffungswesen verschärft und die Richtlinie über die Vermeidung und Handhabung von Interessenkonflikten aktualisiert. 

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Zugang zu einer sicheren IT-Plattform, über die sie einen Verdacht auf Betrug oder unangemessenes Verhalten (z.B. sexuelle Belästigung) melden können. Dieses Instrument, das seit Anfang 2020 einsatzbereit ist, wird von einem unabhängigen Gremium verwaltet und  garantiert den Hinweisgebern Vertraulichkeit. 

Zur Erinnerung: Im Geschäftsjahr 2019 verzeichnete Genève Aéroport 17,9 Millionen Passagiere, die von 57 Fluggesellschaften befördert wurden, die 149 Ziele anflogen. Im Jahr 2019 erwirtschaftete die Flughafentätigkeit einen Reingewinn von 84,1 Millionen CHF, wovon die Hälfte an den Kanton Genf abgeführt wurde. Genève Aéroport hat zudem eine aktive Sponsoringpolitik verfolgt, indem er im Jahr 2019 regionale Projekte und Veranstaltungen mit 900'000 CHF unterstützt hat.

NützlicheLinks:
 
Pressemappe auf https://newsroom.gva.ch/rdd2019/

Website RDD 2019https://rapports.gva.ch

PDF-Zusammenfassung des 4. Nachhaltigkeitsberichts auf http://bit.ly/RDD-2019-pdf


Ansprechpartnerin: 
 
Madeleine von Holzen                                               
Pressesprecherin                                             
madeleine.vonholzen@gva.ch                                   
+41 22 717 70 13            

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