Die Abfälle der Plattform unter die Lupe genommen


22.11.2019

Um die Umweltbelastungen zu reduzieren, hat sich Genève Aéroport zum Ziel gesetzt, 2020 den Recyclinganteil seiner Abfälle auf 50% zu bringen. Dazu wurde im Juni dieses Jahres eine Kampagne zur Abfallcharakterisierung gestartet. Anlässlich der Europäischen Woche zur Abfallreduzierung vom 18. bis 24. November analysiert der Flughafen die Ergebnisse dieser Studie. Und sieht bereits Verbesserungen für sein Trennsystem vor.

Genève Aéroport verwaltet den gesamten Abfall der 200 auf der Plattform ansässigen Unternehmen. So waren es 2018 3’700 Tonnen Abfall, die durch die sieben Wertstoffhöfe, die auf dem Gelände verteilt sind, und Sammelplätze befördert wurden. 2017 waren es noch 3’900 Tonnen. Dank der Optimierung der Infrastrukturen zur Mülltrennung konnte sich der Recyclinganteil 2018 auf 44% stabilisieren. Ziel ist nun, 2020 die 50% zu erreichen.

Um die Zahlen zu verbessern und an dem kantonalen Ziel der Abfallreduzierung teilzunehmen, hat Genève Aéroport letzten Juni eine Kampagne zur Charakterisierung seiner Mülltonnen gestartet. Dazu wurden an verschiedenen Stellen der Plattform an die 800 kg Abfälle eingesammelt und sorgfältig analysiert.

Denkanstösse

Die Ergebnisse dieser « Durchleuchtung » der Abfälle hat Genève Aéroport diesen Monat bekanntgegeben. « Die brennbaren Abfälle bestehen noch zu über 50% aus potenziell recyclebarem Abfall, was bedeutet, dass unser System noch verbesserungsfähig ist », analysiert die Umweltverantwortliche Sophie Meisser. Organische Abfälle bilden mit 26% den grössten Anteil, gefolgt von Papier/Karton (14%) und Glas sowie PET-Getränkeflaschen (jeweils 3 und 2%).

Die detaillierten Ergebnisse dieser Studio dienen dem neuen Plan zur Abfallverwaltung des Flughafens als Basis. « Kaffeekapseln aus Aluminium machen in einigen Gebäuden des Geländes manchmal fast 10% der brennbaren Abfälle aus. Angesichts dessen können wir schnell und ohne grossen Aufwand in den entsprechenden Büros die passenden Recyclingsysteme einsetzen », erklärt Sophie Meisser. Ein weiteres auffälliges Ergebnis: Einweggeschirr macht 18% des analysierten Gesamtgewichts aus. « Diese Zahl ist Anlass genug, um gemeinsam mit den Gastronomen der Plattform vernünftig darauf zu reagieren », fügt sie hinzu.