Das Büro des Verwaltungsrates von Genève Aéroport unterstützt aktiv die Empfehlungen des Rechnungshofs


16.05.2019

Das Büro des Verwaltungsrates von Genève Aéroport hat von der am Mittwochmorgen vom Rechnungshof veröffentlichten summarischen Prüfung bezüglich des Ausschreibungsverfahrens für die Sicherheitsdienste des Genève Aéroport Kenntnis genommen. Genève Aéroport fühlt sich in dieser Angelegenheit in seinem Interesse geschädigt und reicht Klage ein.

In erster Linie weist das Büro darauf hin, dass der Verwaltungsrat selbst den Rechnungshof am 24. Januar 2019 beauftragt hat, eine Überprüfung des Ausschreibungsverfahrens für Sicherheitsdienste durchzuführen. Ebenso wird der Verwaltungsrat eine Qualitätskontrolle der Massnahmen vornehmen, welche die Generaldirektion als Reaktion auf Gerüchte über Interessenkonflikte im Zusammenhang mit diesen Ausschreibungen getroffenen hat. In seinem zusammenfassenden Bericht fordert der Rechnungshof den Verwaltungsrat auf, die folgenden, in seiner Medienmitteilung Vorkehrungen zu ergreifen:

  • Entscheidungstreffung bezüglich der zu ergreifenden Massnahmen im Personalbereich, um eine angemessene ethische Kultur innerhalb von GA wiederherzustellen; 
  • Massnahmen zur Sensibilisierung der Mitarbeitenden von GA bezüglich der Risiken von Interessenkonflikten und Korruption sowie der von GA in den Richtlinien festgelegten ethischen Werte; 
  • Einholen einer detaillierten Analyse der von der Sicherheitsabteilung abgeschlossenen Vertragsbeziehungen; 
  • Bearbeitung von intern gemeldeten Vorfällen und Bedenken mit der angemessenen Sorgfalt. 


Das Büro des Verwaltungsrates hat am 16. Mai eine ausserordentliche Mittagssitzung abgehalten und diesen Bericht sowie die Empfehlungen des Rechnungshofs geprüft. 

Es begrüsst die vom Rechnungshof empfohlenen Massnahmen und hat beschlossen, diese Empfehlungen aktiv zu unterstützen. Die seit mehreren Monaten durchgeführten Anstrengungen sollen weitergeführt und die Umsetzung von Massnahmen zur vollständigen Erfüllung dieser vier Forderungen darin eingebunden werden. Der Rechnungshof hat dem Verwaltungsrat von Genève Aéroport eine Frist bis August 2019 eingeräumt. Diese Frist wird selbstverständlich eingehalten.

In derselben Sitzung beschloss das Büro des Verwaltungsrates von Genève Aéroport eine eingehenden Privatgesellschaft mit der Durchführung einer eingehenden internen Untersuchung der Ausschreibungsverfahren und deren Anwendung zu beauftragen. Dieses Mandat soll Aufschluss über Verantwortlichkeiten und Mängel bei der Umsetzung der internen Richtlinien für öffentliche Ausschreibungen geben. Es soll baldmöglichst und parallel zu den beiden Strafverfahren der Staatsanwaltschaft des Kantons Genf durchgeführt werden. Darüber hinaus fühlt sich der Genève Aéroport bezüglich dieser Angelegenheit in seinem Interesse geschädigt und reicht Klage ein.

Das Büro des Verwaltungsrates weist darauf hin, dass die operativen Tätigkeiten von Genève Aéroport in keiner Weise von der aktuellen Ausnahmesituation betroffen sind. Die Generaldirektion nimmt ihre Verantwortung in vollem Umfang wahr. Die operativen Tätigkeiten des Flughafens werden unter normalen Bedingungen durchgeführt und dieSicherheit der Passagiere ist gewährleistet. 
 
Das Büro bekundet seine Unterstützung der Generaldirektion und erneuert ihr gegenüber sein Vertrauen. Es erinnert daran, dass nach der Ankunft von André Schneider im Jahr 2016 eine ganze Reihe von Vorkehrungen ergriffen wurde, insbesondere zur Verbesserung der Governance, der Verfahren für die Auftragsvergabe sowie im Bereich des Projektmanagements. Der Rechnungshof würdigte diese Bestrebungen in seinem im September 2018 veröffentlichten jährlichen Tätigkeitsbericht. Heute wollen der Verwaltungsrat und die Generaldirektion gemeinsam vorankommen und die notwendigen Massnahmen ergreifen, um die Interessen von Genève Aéroport zu wahren.

Genève Aéroport weist darauf hin, dass er die Arbeit der Justiz unterstützt und sich nicht zu laufenden Untersuchungen äussern wird. Genève Aéroport verurteilt entschieden sämtliche Handlungen, die dem öffentlichen Interesse zuwiderlaufen. Das Büro des Verwaltungsrates bekundet seine Unterstützung für alle von den jüngsten Ereignissen betroffenen Mitarbeitenden.




Das Büro des Verwaltungsrates setzt sich wie folgt zusammen: Frau Corine Moinat, Präsidentin, Herr Pierre Bernheim und Herr Stanislas Zuin, Vizepräsidenten, Herr Michel Fabre, Frau Karin Perraudin.


Pressekontakt: 
Madeleine von Holzen 
Sprecherin
+41 22 717 70 13