Eine neue Strategieausrichtung: Der Passagier als oberste Priorität


20.03.2018

Am Rande der intensiven strategischen Gespräche mit dem Kanton und dem Bund schliesst der Genève Aéroport das Geschäftsjahr 2017 mit einem Umsatz von 466,4 Millionen Franken und einem Nettogewinn von 78,9 Millionen Franken ab. Die Investitionen in die Erneuerung der Infrastruktur stiegen um 40% auf 125,2 Millionen Franken.

Der erste Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL), konzertiert zwischen Kanton und Bund und mit technischer Unterstützung des Genève Aéroport, wurde dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) vorgelegt. Dieser Plan ist ein seit langer Zeit vom Bund und Kanton Zürich verwendetes Referenzdokument, um die Entwicklung des internationalen Flughafens am Ufer der Limmat zu begleiten. Das SIL Dokument des Genève Aéroport wird die Entwicklung des AIG (Aéroport International de Genève) in Hinblick auf Infrastruktur und Flugbewegungen begleiten. Darüber hinaus wird es, vor allem dank der Vorschriften zur Umwelt und städtebaulichen Entwicklung, die Integration des Genève Aéroport in ein sehr dichtes städtisches Umfeld erleichtern. Diese Vorschriften dienen der nachhaltigen Entwicklung – ein Ziel das der AIG seit Jahrzehnten verfolgt. 

Zur Erinnerung: Der Personenverkehr stieg 2017 um 4,95 % auf 17'351'816, während die Zahl der Flugbewegungen sich noch deutlicher als 2016 stabilisierte. Die Summe der Starts und Landungen stieg um 0,49 % auf 190'778. Diese Zahlen bestätigen den Trend der vergangenen Jahre in Richtung eines ganz leichten Rückgangs der Passagierzahlen im Verhältnis zu den Flugbewegungen. Dieser Trend wird die Anlagestrategie des Genève Aéroport bis zum Jahr 2030, insbesondere im Zusammenhang mit dem SIL, beeinflussen. Der Frachtverkehr verzeichnete einen erheblichen Anstieg um 18,7%, im Vergleich zu 6,5% im Jahr 2016 auf insgesamt 89'012 Tonnen transportierter Güter. Diese bedeutsame Entwicklung ist ein Indikator, der die zentrale Rolle des Genève Aéroport für die regionale Wirtschaft bekräftigt.

Darüber hinaus hat der Genève Aéroport das Jahr 2017 mit einem Umsatz von 466,4 Millionen Franken (ein Anstieg von 4,7% im Vergleich zu 2016) abgeschlossen. Dabei erzielte der Flughafen einen Nettogewinn von 78,9 Millionen Franken, wovon die Hälfte an den Kanton Genf geht. Im finanziellen Bereich hat der Genève Aéroport seine Investitionsplanung für das Jahr 2030, durch Begebung einer Anleihe in Höhe von 175 Millionen Franken mit einem Bond von 0,400 % und einer Laufzeit von zehn Jahren, konsolidiert. Im Jahr 2017 war Genf mit 141 Flugzielen (davon 119 europäisch und 22 interkontinental) in 49 Ländern verbunden.
Im Bereich Marktanteile festigt easyJet den ersten Platz mit einem Anteil von 44,9% am Linienverkehr des Genève Aéroport, gefolgt von der SWISS mit einem Marktanteil von 12,1%. Die Schweizer Fluggesellschaft verzeichnete im Jahr 2017 einen leichten Rückgang des Verkehrs um 11,8%. Dieser Rückgang lässt sich zurückführen auf den Transfer von SWISS-Passagieren auf Flüge, die von der Lufthansa durchgeführt werden, wobei die SWISS zum Lufthansa-Konzern gehört.
 
Auf den weiteren Top-Ten-Plätzen in Bezug auf den Marktanteil folgen British Airways (4,84%), Air France (4,34%), Lufthansa (3,43%), KLM Royal Dutch Airlines (2,570%), TAP Portugal (2,23%), Brussels Airlines (2,15%), Iberia (1,98%) und Emirates (1,82%). Das Netzwerk der Star Alliance bleibt mit 27% Marktanteil führend, gefolgt von Skyteam mit 10% sowie Oneworld mit 8 %. 

Die aeronautischen Einnahmen (Passagier- und Landegebühren...) sind stabil und entsprechen 55,8% des Jahresumsatzes 2017. Die sonstigen Einnahmen (kommerzielle Einnahmen, Parkplatzvermietung, Betriebseinnahmen) entsprechen 44,2% der Einnahmen. Trotz des starken Frankens, der Schliessung einiger Gewerbeflächen zugunsten einer Erweiterung der Sicherheitskontrollen, oder im Zusammenhang mit dem Brexit stehenden Ereignissen, sind diese Erträge stabil.

Dank dieser Einnahmen konnte der Genève Aéroport seine Investitionen erheblich steigern, auf insgesamt 125,2 Millionen Franken. Dies bedeutet einen Zuwachs von fast 40% im Vergleich zu 2016, unter Nichtberücksichtigung des Kaufs des Swissair/IATA Gebäudes im Jahr 2016. Von dieser Investitionssumme wurden 27 Millionen Franken verwendet, um den Passagierfluss in der Sicherheitszone deutlich zu verbessern. Dank der Verbesserung an den Sicherheitskontrollpunkten, konnte die Wartezeit um zwanig Minuten zu Spitzenzeiten reduziert werden.  

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Der Jahresbericht ist in elektronischer Form unter www.gva.ch/ra verfügbar.