Am Genève Aéroport recyceln wir sogar den Bauschutt


31.05.2019

Vor einigen Tagen begrüsste der Flugzeugparkplatz P48 nach elf Monaten Arbeit seine ersten Flugzeuge. 6000 m3 Materialien wurden im Rahmen der Sanierung recycelt. Dies ist ein sehr konkretes Beispiel für eine nachhaltige Baustelle am Genève Aéroport.

Alles kann recycelt werden, nichts geht verloren. Sogar auf den Baustellen! Am Genève Aéroport wird jedes Projekt einer detaillierten Umweltüberwachung unterzogen. Ziel: Gewährleistung des Schutzes von Boden, Luft und Wasser bei gleichzeitiger Begrenzung der Abfallproduktion. Mission erfüllt für die Baustelle des P48 in der Nähe des Ferney-Voltaire-Tunnels. «  Die Sanierung einer 45 000 m2 grossen Fläche in elf Monaten war eine Herausforderung. Zusätzlich auch die Umweltziele erreicht zu haben, ist eine wahre Genugtuung », sagt Michaël Guidon, Projektleiter Tiefbau am Genève Aéroport.

Ziel dieses Projekts, das insgesamt 12 Millionen Franken kostete, war es, den geschwächten und abgenutzten Belag dieses Parkplatzes wiederherzustellen. Riesige Maschinen wurden herangezogen, um den Asphalt und Kies vom Parkplatz zu kratzen. Anstatt jedoch all diese Materialien wegzuwerfen, wurden sie zerkleinert und vor Ort wiederverwendet. « Ein Teil wurde an gleicher Stelle ersetzt und bildet so eine « Unterlage » ​ für das aktuelle Bitumen. Ein anderer Teil wurde hauptsächlich für den Umbau der Zufahrtsstrasse des Flughafens genutzt » ​, erklärt Michaël Guidon. Die Umweltvorteile sind vielfältig: Transporte im Zusammenhang mit der Entsorgung von Altmaterialien werden vermieden, ebenso wie der Transport neuer Produkte. Recycelter Beton wurde auch für die Ummantelung der unterirdischen Rohre des Standorts verwendet. 

Erhalt der Orchideen

Ein weiterer nachhaltiger Aspekt dieses Grossprojekts ist, dass der gesamte bei den Arbeiten freigesetzte Oberboden, 1200 m3, vor Ort oder an anderer Stelle des Flughafens wiederverwendet wurde. Es sei darauf hingewiesen, dass das Flughafengelände dank der vielen seltenen Arten, die auf den Wiesen wachsen, das grösste «Vorranggebiet Flora » im Kanton Genf ist. « Die Samen seltener Pflanzen wurden zuvor konserviert. Etwa vierzig wilde Orchideen wurden in einen speziellen Bereich des Flughafens umgepflanzt », sagt Sophie Meisser, Umweltmanagerin. 

Zu guter Letzt wurden auf diesem riesigen Parkplatz LED-Leuchten installiert. Sie verbrauchen weniger Energie und ermöglichen eine effizientere Beleuchtung bei gleichzeitiger Reduzierung der erzeugten Lichtverschmutzung.