Das UVEK bewilligt den Bau des Ostflügels des Genève Aéroport


14.10.2014

Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat am 13. Oktober 2014 die Baupläne für den Ostflügel des Genève Aéroport genehmigt.

In einem Entscheid über den von den Betreibern des Aéroport International de Genève (AIG) eingereichten Plangenehmigungsantrags hat das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) am 13. Oktober 2014 den Bau neuer Abfertigungshallen genehmigt, die hauptsächlich für Langstreckenflüge bestimmt sind.

Dieses Gebäude mit der Bezeichnung „Aile Est“ ersetzt die derzeitigen Anlagen, die in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre als Provisorium erbaut wurden. Die heute veralteten Anlagen werden rückgebaut.

Der Neubau wird rund 520 Meter lang, 20 Meter breit und 19 Meter hoch sein. Diese modernen Anlagen werden eine bessere Servicequalität für Passagiere von Interkontinentalflügen ermöglichen.

Die Passagiere können in Zukunft über zwei Fluggastbrücken anstelle derzeit nur einer in ihr Flugzeug gelangen und dieses auch verlassen. Dadurch werden die Passagierflüsse verbessert, und vor allem werden damit Bustransfers überflüssig.

Der Neubau wird zudem die Arbeit der Luftfahrtgesellschaften, die diese Flüge betreiben, erleichtern.

Weitere Einzelheiten zum Projekt sind verfügbar unter: www.gva.ch/aile-est

Der Plangenehmigungsantrag bildete vor der öffentlichen Auflage im Mai 2013 Gegenstand einer Vernehmlassung bei den Bundes- und Kantonsbehörden. Gegen das Vorhaben waren damals zahlreiche Einsprachen eingegangen, namentlich von Anwohnern und Umweltschutzverbänden. Diese befürchteten einen Anstieg der Passagierzahlen sowie eine Zunahme der Lärm- und Luftbelastung.

Nach konstruktiven Gesprächen mit den Beteiligten in Verbindung mit dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) und der Direktion des Genève Aéroport hatten die Gegner schliesslich kollektiv beschlossen, keine Beschwerde gegen dieses Vorhaben einzulegen.

Zur Erinnerung: Ein Teil der von den Gegnern geäusserten Vorbehalte betraf die architektonische Besonderheit des Vorhabens, die es den Betreibern potenziell ermöglicht, die Plattform für das Abstellen zweier kleinerer Maschinen auf dem Standplatz eines Grossraumflugzeugs zu nutzen.

Die Gegner befürchteten, dass der Ostflügel das Wachstum erhöht, indem zusätzliche Kapazität geschaffen wird (neun Standplätze mit optimaler Nutzung, gegenüber den heutigen sechs Standplätzen), und wünschten eine Einschränkung der Nutzung dieser Standplätze.

Ihre Forderung wurde angehört, und die Direktion des Genfer Flughafens verpflichtete sich formell, nicht mehr als sechs Flugzeuge gleichzeitig abzufertigen. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) machte gegenüber den Einsprechern die Zusage, dass diese Einschränkung für die Nutzung des neuen Ostflügels als rechtlich bindende Auflage im Plangenehmigungsentscheid verankert wird.