Genève Aéroport: Herausforderungen beim Climathon 2020


16.11.2020

Die Stimulierung der kollektiven Intelligenz, um Lösungen für die Klimaherausforderungen von morgen zu finden: Dieses Ziel verfolgt der Climathon, ein Hackathon, der in 145 Städten auf der ganzen Welt organisiert wird. In Genf brachte diese vom Gründerzentrum Impact Hub und eqlosion mitorganisierte Veranstaltung am 13. und 14. November rund 100 Teilnehmer virtuell zusammen. Einige von ihnen befassten sich mit dem Flughafen der Zukunft, eine Herausforderung, die Genève Aéroport, Partner des Climathons, anlässlich seines 100-jährigen Bestehens lanciert hat.

Genau vierundzwanzig Stunden und nicht eine Minute mehr! Dies ist die Zeit, die den Teilnehmern des zweiten Genfer Climathon vom letzten Freitag bis Samstag zur Verfügung stand, um konkrete Lösungen für lokale Klimafragen zu finden. Wie zu Covid-Zeiten üblich, fand diese Ausgabe komplett online statt, aber egal: Die Motivation der «Hacker» aus den verschiedensten Bereichen (Unternehmer, Studenten, Fachleute, ...) wurde dadurch nicht erschüttert.

In diesem Jahr wurden den Teams drei Herausforderungen gestellt. Begleitet von Experten und Coaches beschäftigten sie sich mit neuen Ansätzen für hybride Online- und Präsenzveranstaltungen sowie mit Smart Meter-Daten. Einige von ihnen stellten sich auch dem Thema der kontinentübergreifenden menschlichen Interaktionen im Jahr 2050, eine Herausforderung, die von Genève Aéroport initiiert wurde. «Wir feiern unser 100-jähriges Bestehen, doch unser Blick ist entschlossen in die Zukunft gerichtet», erklärte André Schneider, Generaldirektor von Genève Aéroport, bei der Eröffnung des Climathons. «Wir brauchen Sie, damit wir uns unseren Flughafen in 30 Jahren vorstellen können. Wie sieht der Bedarf im Jahr 2050 aus? Werden zum Beispiel die Beziehungen völlig virtuell sein? Wir werden Ihre Ideen als Grundlage für unsere Überlegungen nutzen.»
 
Ein reichhaltiges und glaubwürdiges Szenario

Wie sehen die menschlichen Interaktionen im Jahr 2050 aus? Sieben Teams haben sich damit beschäftigt. Elektrische Flugzeuge, individualisierte CO₂-Emissionsquoten, der Vormarsch der Fernzüge, die Rückkehr des Zeppelins, die Einschränkung der Freiheit: Die Ideen sprudelten nur so und reichten vom Realismus bis zur Utopie. Das Projekt «aRéogare» von fünf Studenten gewann letztendlich diese Herausforderung.

«ARéogare wurde ausgezeichnet, weil es sich um ein reichhaltiges und glaubwürdiges Szenario handelt», so Gaël Poget, Delegierter für Luftfahrtfragen an Genève Aéroport, Mitglied der Jury und Climathon-Experte. «Das Konzept der Zeit ist vollständig in dieses Projekt integriert worden, das es verstanden hat, realistisch zu bleiben und gleichzeitig futuristische technologische Fortschritte in den Vordergrund zu stellen. Die Jury fühlte sich wirklichkeitsnah in das Jahr 2050 an den Genfer Flughafen versetzt », fügte er hinzu.

Die Idee ist auf einem 6-minütigen Podcast zu hören, und zwar in Form eines Interviews, in dem ein Journalist die Nutzer des Genfer Flughafens im Jahr 2050 befragt. Die Schweiz geht in Bezug auf nachhaltigen Verkehr mit gutem Beispiel voran: Interkontinentale Flüge sind verboten und das Kohlenstoffbudget ist begrenzt.



«24 Stunden, um sich den Flughafen von morgen vorzustellen, das ist wirklich komplex! Aber es war eine sehr anregende Vorgabe», erklärt Victor Rey, Student an der ETHL und Mitglied des preisgekrönten Teams. «Wir haben uns in einen restriktiveren Gesetzeskontext gestellt, mit einer Beschränkung der interkontinentalen Flüge und einer weiterentwickelten multimodalen Plattform.» Die fünf Studenten, die sich auch privat für nachhaltige Entwicklung engagieren, nutzten die Gelegenheit des Climathons, um ihre Überzeugungen in die Praxis umzusetzen. «Die Herausforderung des Klimawandels ist so gross, dass jeder Einzelne Teil des grossen Wandels sein muss, der notwendig ist. Wir müssen jetzt handeln, auch wenn wir die Auswirkungen unserer Bemühungen erst später spüren werden», fügt Mathilde Metrailler, ein weiteres Mitglied des Siegerteams, hinzu. Genève Aéroport ist von «aRéogare» ganz begeistert und hat die Studenten bereits eingeladen, ihr Szenario persönlich vorzustellen.

Zum Abschluss des Climathons 2020 wurde die französische Version des Buches Suisse2291 offiziell herausgegeben. Diese Sammlung von Kurzgeschichten stellt sich die Schweiz der Zukunft vor, zu ihrem 1000-jährigen Bestehen. Neununddreissig Persönlichkeiten, darunter André Schneider, Geschäftsführer von Genève Aéroport, haben Kurzgeschichten geschrieben, die Visionen der Welt von morgen sind.

Hier die Beiträge der Teilnehmer:
Bereich Transport, vom Genfer Flughafen vorgeschlagene Herausforderung: «Szenario von kontinentübergreifenden menschlichen Interaktionen im Jahr 2050»
Bereich Bildung, von der Genfer Universität vorgeschlagene Herausforderung: «Entwicklung neuer Ansätze für Hybrid-Events online und persönlich»
Bereich Energie, vom Bundesamt für Energie vorgeschlagene Herausforderung «Smart Meter-Daten - Chancen, Anreize, Mehrwert»

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