Kap auf T1+
Die erste Phase des Masterplans 2007-2015 wurde durch die Vergrösserung und Renovierung des Terminals T1 verwirklicht. Das Projekt „T1+“ wurde in der Tat umgesetzt, um der zu erwartenden Zunahme des Luftverkehrs Rechnung zu tragen und den Passagierfluss und den Komfort für die Reisenden zu verbessern, indem der Terminal auf drei Ebenen – Ankunft, Check-in und Abflug –erweitert und ausgebaut werden sollte.

Durch die Erweiterungsarbeiten wurde die Gesamtfläche des Flughafens um 40% vergrössert. Hauptsächliche Bauarbeiten:
- Ankunftsbereich: Schaffung einer Zone für Autovermieter, eines Lebensmittel- und Convenience-Geschäfts sowie neuer Bars und Restaurants.
- Check-in-Bereich: Schaffung von 13 weiteren Check-in-Schaltern und einer neuen Infrastruktur für die Gepäcksortierung, die den Passagierfluss verbessern und den GVA in die Lage versetzen, den zunehmenden Flugverkehr in den kommenden Jahren zu bewältigen.
- Abflugbereich: Schaffung eines zentralisierten Sicherheitskontrollsystems (CSC), das alle Kontroll-/Durchsuchungsposten an ein und demselben Ort vereinigt. Einrichtung einer modernen, vielfältigen Gastronomiezone sowie eines vollständig renovierten Einkaufsbereichs.


Zentralisierte Sicherheitskontrolle
Das Projekt T1+ beinhaltet namentlich die Einführung der zentralisierten Sicherheitskontrolle (CSC). Es geht um die Zentralisierung der Sicherheitskontrollen am Eingang des Transitbereichs und nicht mehr wie heute in jeder Boarding-Zone.

Schengen-Abkommen
Das Projekt T1+ ermöglichte zudem die Anwendung der Schengen-Abkommen. Diese Abkommen heben die Identitätskontrollen für Passagier aus und in 13 Länder der Europäischen Union auf, d. h. für etwas mehr als 50% der Passagiere des GVA. Die Reorganisation der Passagierflüsse wurde erforderlich, um die Schengen- und Nicht-Schengen-Passagiere voneinander zu trennen. Eine der Massnahmen zur Erfüllung dieser neuen Anforderungen war der Bau des Satelliten 10 mit zwei modulierbaren Boarding-Ebenen, um nach Bedarf eine Schengen- oder eine Nicht-Schengen-Zone zu schaffen.

Zweite Etappe: der Ostflügel (2011-2015)
Die Vorbereitungsarbeiten für die grosse Baustelle des Ostflügels, der Grossraumflugzeuge aufnehmen soll, beginnen Anfang 2011. In einer ersten Etappe werden zunächst die Baubewilligungen eingeholt und die verschiedenen Verfahren geprüft. Die Bauphase wird im Jahre 2012 beginnen, und die Arbeiten sollen 2015 abgeschlossen sein.
Das architektonische Konzept bildet Gegenstand eines internationalen Wettbewerbs. Das berücksichtigte endgültige Design wird Anfang 2011 vorgestellt.
Das Projekt zielt auf die Modernisierung der Flughafeninfrastrukturen ab, die östlich des Hauptgebäudes gelegen sind, das namentlich Grossraumflugzeuge aufnimmt. Ein Gebäude mit einer Fläche von 40’000m2 wird errichtet. Dieses wir über sechs Standplätze für Grossraumflugzeuge (Code E) verfügen, von denen drei in zwei Standplätze aufgeteilt werden können, um zwei kleinere Flugzeuge (Code C) aufzunehmen. Zudem wird ein siebter Standplatz (Code C) errichtet. Insgesamt werden somit bis zu 10 Maschinen aufgenommen werden können.

Dieses künftige Gebäude wird 530 m lang, rund 30 m breit und ungefähr 15 m hoch sein. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 300 Mio. CHF.